Das liberale Programm für unsere Uni
Wir stehen...
- für ein Austrittsrecht aus der Verfassten Studierendenschaft nach zweisemestriger Pflichtmitgliedschaft. Alle Studierenden sind in dieser Zwangskörperschaft organisiert - ob sie wollen oder nicht! Nach einem Jahr sollte sich jeder mündige Kommilitone ein Bild von der Leistung der studentischen Gremien gemacht haben und für sich entscheiden können, ob eine Mitgliedschaft weiterhin sinnvoll ist.
- gegen AStA-Beitragserhöhungen! Den immer mal wieder aus den Reihen der linken Gruppierungen geäußerten Rufen nach „mehr Geld zum Ausgeben“ erteilen wir eine klare Absage. Der AStA ist bei der derzeitigen Beitragshöhe im Rahmen seiner Aufgaben absolut arbeitsfähig, sofern er nicht verschwenderisch mit dem Geld der Studierenden umgeht. Dazu gehört auch die teilweise Abkehr von der Praxis, Partys in AStA-Eigenregie zu veranstalten. Es hat sich gezeigt, dass dies teils mit erheblichen finanziellen Einbußen einhergeht. Daher müssen bei den betreffenden Veranstaltungen wieder professionelle Anbieter die Partyorganisation übernehmen. Außerdem fordern wir eine Verschlankung des AStA. Derzeit sind manche Referate mit bis zu vier Personen überbesetzt. Es ist Euer Geld!
- für eine wirklich bessere Lehre. Die Einführung von Bachelor und Master und der gesamte Bologna-Prozess müssen mehr sein als eine komplizierte Sparmaßnahme! Die Verpflichtung niedrig bezahlter Lehrkräfte ohne Forschungsmöglichkeiten wird sich langfristig negativ auf die Qualität der Lehre und die Qualifizierungsmöglichkeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses auswirken. Reformen müssen aber bessere Lehre zur Folge haben! Mit dem neuen leistungsbezogenen Besoldungsmodell, Lehrevaluation und anderen Maßnahmen ist in dieser Hinsicht schon manches erreicht worden. Doch dürfen Fortschritte in der Verbesserung der Lehre auch nicht im Wust der Bürokratie erstickt werden. Daher sprechen wir uns gegen die im Zuge der derzeit stattfindenden Hochschulreformen um sich greifende Regelungs- und Kontrollwut aus, die zu Lasten aller Hochschulangehörigen geht.
- für eine Universität, die sich als Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden begreift, in der Forschung und Lehre gleichwertig nebeneinander stehen. Die Lehre darf nicht nur auf Berufsqualifizierung abzielen und sollte die Offenheit für ein möglichst freies Studium bieten.
- für konstruktive Kritik an den Verfehlungen der Hochschulpolitik. Es wird sicherlich in Zukunft unabhängig von der politischen Großwetterlage Anlässe geben, gegen Missstände an den Hochschulen vorzugehen. Die LHG steht für konstruktive Kritik und ein möglichst kooperatives Verhalten aller Beteiligten und hebt sich damit von anderen Gruppen ab, die die Konfrontation vorziehen. Vor allem die Gruppen aus dem linken Spektrum wollen ohnehin Vorstellungen durchsetzen, die weit über ihr hochschulpolitisches Mandat hinausgehen.
- für Datenschutz mit Augenmaß. Wir fordern einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten der Studierenden. So soll auch die Goethe-Card den Studierenden zur Vereinfachung ihres Alltags dienen und nicht zur Anhäufung von Daten und zur Überwachung missbraucht werden.
- für leistungsfähige und transparente studentische Gremien. Viele Kommilitoninnen und Kommilitonen haben wenig Zutrauen in die Gestaltungsmöglichkeiten der studentischen Gremien, manche halten sie sogar für überflüssig oder für reine Selbstbedienungsläden. Diesem Eindruck muss entgegen getreten werden, indem professionelle Beratungsangebote und guter Service geboten sowie die wichtigsten Infos über die hochschulpolitischen Entwicklungen kompakt und verständlich an die Studierenden herangetragen werden. Für unabdingbar halten wir auch eine u. a. finanzielle Stärkung der Fachschaften zulasten des AStA.
LHG_Frankfurt - 14. Jan, 22:39